Wir haben den 1. Österreichischen Demenzpreis gewonnen

Mit dem Projekt „Dementia Care Mapping – Erfahrungen und Anwendung in der Langzeitpflege“ wurde Casa Leben im Alter mit dem 1. Österreichischen Demenzpreis ausgezeichnet. Die Fachjury, bestehend aus Demenz-ExpertInnen, wählte aus 17 Einreichungen das Siegerprojekt. Bewertet wurden die Kriterien Innovationsgrad, forschungsgeleitetes und methodisches Vorgehen, Nachhaltigkeit und Übertragbarkeit.

„Wir freuen uns sehr über den Demenzpreis. Er ist Ansporn, diesen Weg weiterzugehen für eine hohe Lebensqualität in den 'Casa Leben im Alter' Häusern trotz Demenz-Erkrankung“, so deren Geschäftsführer Matthias Steinklammer, MA.

Aus 17 Einreichungen ging das Projekt „Dementia Care Mapping – Erfahrungen und Anwendung in der Langzeitpflege“ als Sieger hervor. Der 1. Österreichische Demenzpreis wurde von FH-Prof.in Priv.-Doz.in Mag.a Dr.in Eva Mir als Vertreterin der Kompetenzgruppe Demenz der Österreichischen Gesellschaft für Public Health (ÖGPH) und von Michael Waldher als Vertreter des General-Sponsors im Rahmen des Demenz-Fachtages überreicht.


Demenz - die gesellschaftliche Herausforderung im 21. Jahrhundert

„Demenz wird in den Casa Pflegewohnhäusern täglich sichtbar. Hier liegt der Anteil an Menschen mit Demenz zwischen 55 % und 70 %“, sagt Enisa Nedzibovic, MSc, Zentrale Pflegedienstleitung. Insbesondere psycho-sozialen Interventionen und dem personzentrierten Betreuungsansatz kommt eine herausragende Rolle zu. Casa Leben im Alter hat sich daher entschlossen die Methode Dementia Care Mapping (DCM) als erste stationäre Pflegeanbieterin in Österreich flächendeckend anzuwenden. Die Hauptziele dabei sind:

  • Verbesserung der Lebensqualität und des Wohlbefindens der BewohnerInnen mit Demenz
  • Erhöhung der Qualität in der Betreuung und Pflege durch gezielte Personzentrierung


Für das Einstiegsprojekt wurde Dementia Care Mapping im größten Pflegewohnhaus, der Casa Kagran mit 135 BewohnerInnen eingeführt. Die Ergebnisse waren beeindruckend. „Es konnte eine Verbesserung des Wohlbefindens der an Demenz erkrankten Menschen von bis zu 40 % erzielt werden.“, so Marina Meisterhofer, MSc, DCM Advanced Userin. Mit Ende 2018 wurde daher begonnen diese innovative Methode auch in allen anderen Casa Häusern zur Anwendung zu bringen.

 

Dementia Care Mapping (DCM)

Das ist eine seit 1998 international erfolgreich eingesetzte Beobachtungsmethode, die die Möglichkeit bietet, den Alltag eines Menschen mit Demenz abzubilden. Mit Hilfe dieser Methode gelingt es, detailliert Auskunft darüber zu erhalten, welche Vorlieben oder Abneigungen eine Person hat oder wie Betreuung und Pflege erlebt wird. Ziel ist es, ein individuell angepasstes Angebot machen zu können und somit die Qualität der Betreuung und Pflege zu erhöhen.

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