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Hospiz & Palliative Care ist das Angebot der Casa Leben im Alter zur Versorgung und Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Es richtet sich sowohl an die BewohnerInnen als auch an die An- und Zugehörigen. Das Ziel ist eine individuelle, bestmögliche Lebensqualität vom Einzug in die Pflegewohnhäuser bis zum letzten Tag sowie eine professionelle Begleitung der An- und Zugehörigen.  Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der BewohnerInnen.

 

 

DAS TEAM

Die Casa ist Teil des HPCPH (Hospizkultur & Palliative Care in Pflegeheimen) Projektes vom Dachverband Hospiz Österreich. Dabei geht es um die Schaffung einer Organisationskultur im Umgang mit den Herausforderungen bei der Betreuung von Menschen am Lebensende und deren An- und Zugehörigen. Hierfür werden alle Berufsgruppen, von der Pflege, der Haustechnik bis zur Reinigung mit eingebunden. Im Mittelpunkt stehen Kommunikation, Verständnis, ethische Aspekte, aber auch ein Miteinander in der Schaffung von Lebensqualität für die BewohnerInnen. Ein Großteil der Casa Häuser ist HPCPH zertifiziert. Das bedeutet, dass 80% der Casa MitarbeiterInnen zu diesem Thema intensiv geschult wurden. Jedes Haus hat ein bis zwei Palliativ-Beauftragte, die das Thema leiten und sich mit anderen Organisationen austauschen. Es bestehen ebenfalls eine sehr enge Zusammenarbeit und ein steter Austausch mit dem mobilen Hospiz-Team der Caritas. Dieses unterstützt die Casa auch bei der medizinischen Betreuung.

Casa Leben im Alter lebt HPCPH vom Einzug in das Pflegewohnhaus bis zur letzten Minute. Wichtig ist, dass sich die BewohnerInnen wohl fühlen. Wünsche für das Lebensende dürfen klar ausgesprochen werden. Zahlreiche Aktivitäten laden zum Mittun ein und gestalten den Alltag abwechslungsreich. Aktuelle Bedürfnisse, die Zimmergestaltung oder auch Vorlieben beim Essen und Trinken sind Themen bei den ersten Gesprächen. Aber auch Details wie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht werden geregelt. Die Beratung und Begleitung der An- und Zugehörigen hat für die Casa Leben im Alter einen hohen Stellenwert. Es besteht außerdem eine enge Zusammenarbeit mit ÄrztInnen und TherapeutInnen. Wirkungsvolle Schmerztherapie kommt bei Bedarf zum Einsatz. Auf Wunsch werden Krankensalbungen durch einen Priester oder andere Formen der spirituellen Sterbebegleitung veranlasst. Unsere MitarbeiterInnen und vor allem die SeelsorgerInnen nehmen sich viel Zeit für Gespräche und erfüllen spezielle Wünsche. An- und Zugehörigen wird eine Übernachtung im Zimmer des Sterbenden ermöglicht.

 

 

DAS ANGEBOT

 

DIE RITUALE

Der Tod berührt jeden, nicht nur die An- und Zugehörigen sondern auch andere BewohnerInnen und MitarbeiterInnen. Daher hat jedes Haus seine kleinen Rituale. Es gibt Verabschiedungsbereiche in den Hausgemeinschaften mit Kerzen, der Parte und einem Bild der/des Verstorbenen. BewohnerInnen wird die Gelegenheit gegeben, am Begräbnis teilzunehmen. Namenssteine werden gestaltet und im Rahmen der Allerseelenmesse an die Angehörigen verschenkt oder im Garten unter einen Baum gelegt. Andere Häuser haben ein Abschiedsbuch, in das sich jeder eintragen kann. Auch bei den Gottesdiensten wird der Verstorbenen gedacht. Die Pfarrer nehmen das Thema mit in ihre Predigten auf und finden passende Abschiedsworte für die Verstorbenen.

EINE WAHRE GESCHICHTE ...

... erzählt von unserer Palliativbeauftragten in der Casa Kagran Andrea Reiter, zeigt deutlich auf, was Palliative Care für die Casa Leben im Alter bedeutet:

Im letzten Jahr musste unsere Bewohnerin Frau M. aus gesundheitlichen Gründen ins Krankenhaus gebracht werden. Kurz vor Heilig Abend planten wir unsere Weihnachtsfeier für alle BewohnerInnen und deren An- und Zugehörige in der Casa Kagran. Ich wusste, dass 10 Familienmitglieder der Bewohnerin zum Fest kommen wollten. Zwei Tage vor der geplanten Feier erkundigte ich mich im Krankenhaus nach unserer Bewohnerin und erfuhr, dass es medizinisch keine Möglichkeit mehr gab, ihr zu helfen. Daher bat ich, sie wieder in ihr gewohntes Zuhause (sie wohnte seit August bei uns), zu entlassen. Das Krankenhaus reagierte überrascht über den Wunsch von meiner Seite, unterstützte mich jedoch mit der Organisation der Entlassung.
Für die MitarbeiterInnen der Casa Kagran war klar, dass Frau M. zum Sterben nach Hause kam. Das gemeinsame Ziel hieß, zu versuchen, ihr und ihrer Familie noch ein gemeinsames Weihnachtsfest zu ermöglichen. So konnte sie gemeinsam mit ihren Liebsten - Nichte, Schwester, Freundinnen, …und den BewohnerInnen und MitarbeiterInnen der Casa Kagran eine schöne, besinnliche Weihnachtsfeier verbringen. Ich erinnere mich, dass sie sogar einen Aperol Spritz (ihr Lieblingsgetränk) zum Anstoßen mit der Familie trank und den Nachmittag sichtlich genoss. In dieser Zeit schien es, als hätte Frau M. keine Schmerzen. 24 Stunden später schlief sie friedlich ein. Es mag traurig klingen, doch es waren alle froh, dass sie in ihrer gewohnten Umgebung zur Ruhe kommen durfte. Von der Familie bekamen wir ein "Danke für unser letztes gemeinsames Weihnachten und dass wir alle dabei sein durften."

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